Aus der Praxis - Für die Praxis
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Kindeswohl unter 3 Jahren

Jugendhilfeträger, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege, Familienhebammen, Beratungsstellen und andere Akteure im Netzwerk früher Hilfen sind immer wieder vor die Herausforderung gestellt, den Schutz eines kleines Kindes mit im Auge zu haben.

Seit der Einführung des § 8a SGB VIII im Jahr 2005 ist die Zahl der Inobhutnahmen unter 3-jähriger Kinder in Deutschland deutlich angewachsen, ebenso wie die Zahl der familienersetzenden Hilfen in dieser Altersgruppe. Oft ist der Grund für eine Herausnahme aus der Familie eine Kindeswohlgefährdung. Auch die meisten familienrechtlichen Beschlüsse im Zusammenhang mit dem Kinderschutz betreffen unter 6-jährige Kinder. Es spricht einiges dafür, dass der jetzigen Situation eine wachsende Sensibilisierung für Kinderschutzthemen unter Fachkräften und in der Bevölkerung in den letzten Jahren vorausgegangen ist.

 

Die Jüngsten in unserer Gesellschaft stehen in einer besonderen körperlichen und emotionalen Abhängigkeit von ihren Bezugspersonen. Körperliche oder seelische Schädigungen können für sie gravierende und anhaltende Folgen haben. Diese Fortbildung widmet sich daher der besonderen Vulnerabilität von Kindern zwischen 0 und 3 Jahren. Kinderschutzsensible Haltung, rechtliche Rahmenbedingungen, praktikable Methodik und Fallarbeit konkretisieren den professionellen Umgang mit Anhaltspunkten bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung.


Seminare zu „Kinderschutz und Frühe Hilfen“ und zu „Prävention und Schutz vor sexueller Gewalt“ 2017

Für den Ausbau von Netzwerken Früher Hilfen fördert Hessen ein umfangreiches begleitendes Fortbildungsangebot für Fachkräfte Früher Hilfen, Netzwerkkoordination und im Bereich Jugendhilfe. Die Förderung durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration ermöglicht Seminare, für die lediglich eine Tagungspauschale in Höhe von 15,00 € vorab zu entrichten ist. Die Angebote sind vorbehaltlich der ausstehenden Zusage durch das Ministerium.

Weitere Seminarangebote finden Sie im Flyer.

 

Anmeldebedingungen:

Die Anmeldung erfolgt ausschließlich über die GISA Marburg. Das Anmeldeformular senden Sie per Fax, schriftlich oder als E-Mail-Anhang an die GISA: GISA Marburg, Neuhöfe 19, 35041 Marburg, Fax: 06421 94842-20, mailto: info@gisa-marburg.de  oder buchen Sie online.

Wenn das gewünschte Seminar belegt ist, erhalten Sie eine zeitnahe Absage. Bitte fragen Sie nach, wenn Sie innerhalb von 2 Wochen keine Nachricht erhalten haben sollten.

Eine Teilnahme ohne Anmeldung ist nicht möglich. Es werden nur Anmeldungen mit gut lesbarer EMail- Adresse berücksichtigt. Bitte eine möglichst personifizierte E-Mail-Adresse angeben, da Nachrichten an zentrale E-Mail-Adressen von Einrichtungen die Adressaten oft nicht erreichen.

Die Anmeldung muss bis spätestens 14 Tage vor dem Seminartermin vorliegen. Bei Absagen bis 14 Tage vor dem Seminar wird eine Bearbeitungsgebühr von 15,00 € pro abgesagtem Seminartag erhoben, danach eine von Bearbeitungsgebühr von 50,00 € pro abgesagtem Seminartag.

Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt, die Annahme erfolgt unter Berücksichtigung der Ausschreibungskriterien. Die Zweitages-Seminare und die Weiterbildung zur Fachkraft im Kinderschutz können nur komplett gebucht werden. Pro Person und Seminar muss jeweils ein Anmeldeformular verwendet werden.



Inhalte und Ziele

  • Ausgangslage und rechtliche Rahmenbedingungen/Schutzauftrag
  • Anhaltspunkte für Kindeswohlgefährdung
  • Einschätzungsmethoden
  • Familiendynamik bei Kindeswohlgefährdung – Verstehensansätze
  • Kollegiale Beratung
  • Hilfe- und Schutzplan



 Ziele

  • Sie kennen die besonderen Risiken bei Kinderschutzfällen unter Beteiligung von Kindern zwischen 0 und 3 Jahren
  • Methoden, Skalen, Ampelbögen zur Gefährdungseinschätzung sind Ihnen bekannt und deren Verwendung reflektiert
  • Sie können Handlungssicherheit im Umgang mit Anhaltspunkte bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung herstellen.


Lernvoraussetzungen

  • Sie bringen die Bereitschaft mit, beispielhafte Kinderschutzfälle einzubringen oder zu reflektieren
  • Um kollegiale Beratung zu ermöglichen, respektieren Sie die Meinungen anderer und betrachten die Lerngruppe als Ressource, multiperspektivisch mit Anhaltspunkten auf Kindeswohlgefährdung umzugehen.


Methoden

Theoretische Inputs, PowerPoint-Präsentation, Diskussion und Austausch (Plenum, Gruppen), Einzel- und Gruppenarbeit, Fallbesprechung, Handout


Zielgruppe

Fachkräfte im Bereich Frühe Hilfen (Fachdienst Jugend und Familie, Allgemeiner Sozialdienst (ASD), Koordinierungsstelle Netzwerk Frühe Hilfen, Freie Träger der Jugendhilfe, Gesundheitsbereich (Kliniken, Ärzte, Sozialpsychiatrischer Dienst, Therapeuten, Hebammen usw.)


Bei Anfragen zu Terminen nehmen Sie mit uns bitte Kontakt auf oder rufen Sie uns an 06421 94842-22.