Aus der Praxis - Für die Praxis
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Familien in prekären Lebenslagen

Familien in prekären Lagen sind anfälliger für Problemsituationen als der Durchschnitt der Bevölkerung. Viele Familien müssen aus finanziellen Gründen auf bestimmte Güter und Leistungen verzichten, die sich die große Mehrheit der Familien leisten kann. So sind zum Beispiel ein Teil dieser Familien nicht in der Lage die Wohnung im Winter ausreichend zu beheizen und können ihre Wohnungsmiete nicht ohne Probleme aufbringen. Familien in prekären Lebenslagen können sich ärztliche Behandlungen, die notwendig wären, aber nicht vollständig von der Krankenversicherung bezahlt werden und eigene Zuzahlungen erfordern würden, nicht leisten. Des Weiteren sind diese Familien finanziell nicht in der Lage, beim Einkaufen generell mehr auf die Qualität als auf den Preis zu achten.

Betroffen sind häufig Familien die gleichzeitig kinderreich sind und auch ausländische Familien. Sie verfügen über kleinere soziale Netze und erhalten im Krankheitsfall und für die Kinderbetreuung weniger Hilfeleistungen von Verwandten oder Freunden als Familien in höheren Einkommensgruppen. Nur bei der Jobsuche nehmen Familien in den unteren Einkommensgruppen mehr Hilfe in Anspruch als andere. Kredithilfe und finanzielle Unterstützung erhielten die Sozialhilfeempfänger am häufigsten.

Professionelle Betreuer hilft es, die Deutungsgebung von Familien aus einem systemischen Blickwinkel zu respektieren und zu erkunden, welche Ressourcen vorhanden sind und auf welche Weise wichtig sind für die Familien. Nachbarschaftshilfen und quartierbezogene Kommunikationsorte können Wege sein, die subjektiv empfundenen Hürden zur Inanspruchnahme von Hilfe und Unterstützung zu überwinden.

Seminare zu „Kinderschutz und Frühe Hilfen“ und zu „Prävention und Schutz vor sexueller Gewalt“ 2017

Für den Ausbau von Netzwerken Früher Hilfen fördert Hessen ein umfangreiches begleitendes Fortbildungsangebot für Fachkräfte Früher Hilfen, Netzwerkkoordination und im Bereich Jugendhilfe. Die Förderung durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration ermöglicht Seminare, für die lediglich eine Tagungspauschale in Höhe von 15,00 € vorab zu entrichten ist. Die Angebote sind vorbehaltlich der ausstehenden Zusage durch das Ministerium.

Weitere Seminarangebote finden Sie im Flyer.

Anmeldebedingungen:

Die Anmeldung erfolgt ausschließlich über die GISA Marburg. Das Anmeldeformular senden Sie per Fax, schriftlich oder als E-Mail-Anhang an die GISA: GISA Marburg, Neuhöfe 19, 35041 Marburg, Fax: 06421 94842-20, mailto: info@gisa-marburg.de  oder buchen Sie online.

Wenn das gewünschte Seminar belegt ist, erhalten Sie eine zeitnahe Absage. Bitte fragen Sie nach, wenn Sie innerhalb von 2 Wochen keine Nachricht erhalten haben sollten.

Eine Teilnahme ohne Anmeldung ist nicht möglich. Es werden nur Anmeldungen mit gut lesbarer EMail- Adresse berücksichtigt. Bitte eine möglichst personifizierte E-Mail-Adresse angeben, da Nachrichten an zentrale E-Mail-Adressen von Einrichtungen die Adressaten oft nicht erreichen.

Die Anmeldung muss bis spätestens 14 Tage vor dem Seminartermin vorliegen. Bei Absagen bis 14 Tage vor dem Seminar wird eine Bearbeitungsgebühr von 15,00 € pro abgesagtem Seminartag erhoben, danach eine von Bearbeitungsgebühr von 50,00 € pro abgesagtem Seminartag.

Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt, die Annahme erfolgt unter Berücksichtigung der Ausschreibungskriterien. Die Zweitages-Seminare und die Weiterbildung zur Fachkraft im Kinderschutz können nur komplett gebucht werden. Pro Person und Seminar muss jeweils ein Anmeldeformular verwendet werden.

Inhalte und Ziele

  • Genauer Einblick in die Lebenswelten betroffener Familien
  • Ursachen
  • Erscheinungsformen
  • Präventionsmaßnahmen
  • Mit Familien ins Gespräch kommen
  • Systemische Kommunikation und Haltung/ Methoden im Umgang mit Familien in prekären Lebenslagen.
Unsere Ziele für dieses Seminar:
  • Sie sind in der Lage einen Perspektivwechsel einzunehmen und sich emphatisch in die Lage der betroffenen Familien zu versetzen
  • Sie können Eltern wie auch Kinder beim Finden individueller Lösungsmöglichkeiten zum Umgang in ihrer aktuellen Lebenslage unterstützen
  • Sie haben Kenntnisse über systemische Methoden zum Umgang mit betroffenen Familien

Lernvoraussetzungen

  • Sie begegnen Menschen bzw. Familien in prekären Lebenslagen mit Neugier, Offenheit und bringen Ihnen grundsätzlich Wertschätzung entgegen
  • Sie zeigen Bereitschaft sich mit dem Thema reflektiv auseinanderzusetzen und sind offen für eine systemische Kommunikation und Haltung

Methoden

  • Theoretischer Input
  • PowerPoint – Präsentation
  • Diskussion und Austausch (Plenum, Gruppen)
  • Einzel- und Gruppenarbeit
  • Handout

Zielgruppe

Fachkräfte freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe, Fachkräfte im Bereich Frühe Hilfen (Fachdienst Jugend und Familie, Allgemeiner Sozialdienst (ASD), Koordinierungsstelle Netzwerk Frühe Hilfen, Gesundheitsbereich (Kliniken, Ärzte, Sozialpsychiatrischer Dienst, Therapeuten, Hebammen usw.), Fachkräfte aus Beratungsstellen für Erziehung und Familienberatung, beratend tätige Fachkräfte aus Kindertagesstätten, Fachberatungen.


Kommende Termine

Termin: 28.09.2017, 10:00 Uhr - 29.09.2017, 16:00 Uhr
Ort: Kompetenzzentrum GISA Marburg
Trainer: Abrohom, Christina
Preis: 30,00 EUR zzgl.0% MwSt.
Ihre Investition: 15,00 € pro Person pro Tag; diese Verpflegungspauschale beinhaltet einen Mittagsimbiss, Obstkorb sowie Getränke (Kaffee, Tee, Wasser). Bei Absagen bis 14 Tage vor dem Seminar wird eine Bearbeitungsgebühr von 15,00 € pro abgesagtem Seminartag erhoben, danach eine von Bearbeitungsgebühr von 50,00 € pro abgesagtem Seminartag.
Buchbar bis: 14.09.2017
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