Aus der Praxis - Für die Praxis
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Alltagsintegrierte Sprachbegleitung und -förderung

Das Gesamtkonzept des Landes Hessen zur sprachlichen Bildung und Förderung im Elementar- und Primarbereich sowie der Hessische Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0-10 Jahren verstehen sprachliche Bildung als zentrale Aufgabe der Elementar- und Primarpädagogik. Laut dem Gesamtkonzept aus 2015 stellt sprachliche Bildung "die Basis bei allen Bildungsprozessen dar. [Sie] ist mit allen Bildungsbereichen verknüpft. Alltagsintegrierte sprachliche Bildung ist Voraussetzung für einen inklusiven, dialogischen, ko-kontruktiven Ansatz […]" (S. 3) Dabei steht das Kind mit seiner individuellen Sprachbiografie und seinen Kompetenzen im Mittelpunkt. Eine alltagsintegrierte sprachliche Förderung ist von Ganzheitlichkeit, Wertschätzung und Anerkennung geprägt. Vor allem mehrsprachig aufwachsende Kinder profitieren von diesem Ansatz, da das pädagogische Handeln an die Bedürfnisse, Erfahrungen und den aktuellen Entwicklungsstand der Kinder anknüpft. Die Wichtigkeit der Muttersprache wird betont und anerkannt. So kann eine Stärkung der Bildungssprache bereits im Elementarbereich stattfinden, da der Ansatz für eine wirkungsvolle sprachliche Entwicklung in der Haltung und Vorbildfunktion der Fachkraft liegt.

Lernvoraussetzungen

grundsätzlich positives Menschenbild, Bereitschaft zur Selbstreflexion und Reflexion der eigenen Arbeit, offene Haltung gegenüber unterschiedlichen Kulturen

Inhalte und Ziele

• Grundlagenwissen zum Erst- und Zweitspracherwerb von mehrsprachig aufwachsenden Kindern
• Die Wichtigkeit der Interaktion für die Selbstwirksamkeit des Kindes und eine gelingende Gesprächs- und Beteiligungskultur
• Stärkung des Selbstkonzeptes von Kindern durch Anerkennung und Wertschätzung
• Literacy-Kompetenzen entwickeln zur Stärkung der Bildungssprache
• Haltung und Selbstreflexion der Fachkraft
• Chancen von Vielfalt erleben
• (interkulturelle) Bildungs- und Erziehungspartnerschaft gestalten
• Erarbeitung von praktischen Umsetzungsideen / Methoden der alltagsintegrierten Sprachförderung

Methoden

Theorieinput mit Hilfe von Präsentationen, moderierter Erfahrungsaustauch und Diskussion, Einzel- und Kleingruppenarbeit

Zielgruppe

Pädagogische Fachkräfte aus Krippe, Kita und Hort, insbesondere Sprachförderkräfte und für Sprachförderung geeignete Fachkräfte
Bei Anfragen zu Terminen nehmen Sie mit uns bitte Kontakt auf oder rufen Sie uns an 06421 94842-22.